Vom Pferd erzählen, Teil 3

"Wo kommst du denn her?" fragte Pferd den Esel.
"Ich bin dem Tod von der Schüppe gesprungen!" lachte der Esel.
"Aber er hätte mich sowieso nicht gewollt, denn ich bin noch 
nicht reif für die Ernte!" fügte er hinzu.
"Ich heiße übrigens Matthi!" erklärte der Esel dann.
"Hast du auch einen Namen?"
Pferd suchte in seinem Gedächtnis, denn es war lange nicht mehr 
mit seinem Namen gerufen worden.
"Ich glaube, in meiner Herde hat man mich Dorano genannt."
"Bist du sicher ?" fragte Matthi.
"Nein!" antwortete Pferd nachdenklich.
"Egal!" versicherte Matthi. "Ich nenne dich ab jetzt Dorano!"
"Aber wie soll es weitergehen?" fragte Dorano.
"Wir werden verhungern und verdursten!"
Matthi sagte: "Für den Moment wird der Wald für uns sorgen. Die Natur
ist unsere Mutter und dieser Wald eine Quelle von Köstlichkeiten!"
Er zeigte Dorano duftende Kräuter und kleine Büsche mit roten und
blauen Beeren, die hier wuchsen. Dorano hatte diese Leckereien zuvor 
nicht gesehen und nun machten sie sich gemeinsam an dem Schlaraffenland 
zu schaffen.
Nach einer Stunde waren sie satt und tranken Wasser an dem Bach, der
durch den Wald plätscherte.
"Ich wandere jetzt an diesem Bach entlang, um seine Quelle zu finden.
Dort schmeckt das Wasser besonders gut!" sagte Matthi zu Dorano.
"Kommst du mit?"
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