Statusspiele

Keith Johnstone: „Entwickle deine Freude am Scheitern. Erst wenn du keine Angst mehr hast, auch mal blöd auszuschauen, hast du die Chance, gut zu werden. Wer gleich gut sein will, erreicht nur eins :Langeweile! „

Keith Johnstone ist Lehrer für Improvisationstheater und Theatersport. Ich versuche, seine Ideen auf das Schreiben zu übertragen. Eine seiner Ideen besteht darin, mit dem Statusgefälle zwischen Personen zu arbeiten. Das funktioniert auf der Ebene der Dialoge so, dass der jeweilige Status der eigenen oder der anderen Person erhöht oder erniedrigt wird, um Spannung zu erzeugen.

Zur Einleitung ein kurzer Dialog zwischen einem unterwürfigen König und einem selbstbewussten Sklaven:

K: „Würdest du so gut sein und mir die Krone richten, Soren?“
S: „Nein, würde ich nicht! Ich hab‘ schließlich nur ein Paar Hände!“
K: „Aber … schau mal Soren! Du … gehörst mir doch!“
S: „Sie sind völlig ungeeignet, Leute zu besitzen! Wie Sie mich bei dem Picknik mit Marmelade eingerieben haben!“
K: „Das tut mir ja leid. Aber wie sollte ich die Insekten von unseren Gästen fernhalten?“

„Ein König kann einem Sklaven gegenüber Tiefstatus spielen, und der Sklave kann gegenüber dem König Hochstatus spielen.“ – Keith Johnstone

Ich versuche, Beispiele für meine Schreibgruppe zu sammeln. Habt ihr welche für mich ?

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