Mit dem Dichten ist jetzt Schluss

Blaues Mieder schwebt hernieder,
fällt auf kahles, fahles Licht.
Stacheldrahtverhau kehrt wieder.
Ich bin nicht darauf erpicht.
Kalte Plätze, blaues Strahlen
in dem kahlen Wald, dem fahlen.
Spüre, wie Gefahr sich naht,
dort hinter dem Stacheldraht.
Sehe aufrechte Gewehre
und sie zielen nicht ins Leere.
Seh den Panzer, das MG,
sehe Blut in weißem Schnee.
Etwas ist auf mich gerichtet,
will den töten, der gern dichtet.
Noch hat man mich nicht gesichtet,
doch man hat von mir berichtet.
Leise schweb ich auf der Feder,
die so stark ist wie aus Leder,
hoch hinauf in Himmelsblau.
Dort sieht man mich ganz genau.
Dann fällt ein  gezielter Schuss.
Jetzt ist mit dem Dichten Schluss.
*

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