Kurze und lange Sätze

Durch das Stadttor.
Ein kühler Luftzug.
Oleanderduft.
Fotografierende Touristen
vor fleckiger Mauer.
Blendende Sonne.
Hand vor die Augen,
da Sonnenbrille vergessen.
*
Ich ging durch das Stadttor. Ein kühler
Luftzug streifte mich. Der Duft von
Oleander lag in der Luft. Einige
Touristen fotografierten die Stadtmauer.
Sie fanden die fleckigen Wände interessant.
Die Sonne blendete mich. Ich legte eine
Hand über die Augen. Meine Sonnenbrille
hatte ich vergessen.
*
Als ich durch das Stadttor ging, streifte mich ein
kühler Luftzug, in dem der Duft von Oleander lag..
Ich beobachtete Touristen, die die fleckige
Stadtmauer interessiert fotografierten. Weil die
Sonne mich blendete, legte ich eine Hand über die
Augen, denn ich hatte meine Sonnenbrille vergessen.
*
Nachdem ich durch das Stadttor gegangen war und ich den
kühlen Luftzug spürte, der geschwängert war mit dem Duft
von Oleander, beobachtete ich die Touristen, die
interessiert die fleckige Stadtmauer fotografierten. Aber
ich musste meine Hand über die Augen legen, da ich meine
Sonnenbrille vergessen hatte und die Sonne mich blendete.
*
Kurz – Lang – Länger:

Am Anfang kurz.
Dann etwas länger.
Der nächste Satz ist nun ganz lang.

(So kommt man gut beim Leser an.)

Kürzer der nächste.
Dann ganz knapp.
Hält man die Leser so auf Trab.

*

Der Mond scheint.
Ich betrete die Terrasse.
Hinter mir weht der Vorhang im Wind.
Die Luft ist kühl.
Ich lege mir die Hände auf die Schultern.
Meine wärmende Jacke hängt an der Garderobe im Flur.
Eine Uhr tickt.
Sie steht auf dem Wohnzimmerschrank.
Nach jedem Ticken
fällt ein kühler Tropfen
in das Wasserfass
unter dem Abflussrohr.

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