Januargedicht

Kurz und knapp ist so ein Jahr,
auch wenn man im Januar
sich naiv und einfach denkt,
einem wird die Zeit geschenkt.
Leider ist das ja nicht so.
Zeit, sie eilt, und ich wär froh,
wenn mir jede Sekunde
dick wär wie eine Stunde.
Dann hätte ich genügend Zeit
und wär zu jeder Tat bereit.
Doch so kann ich nichts wirklich tun.
Ich bin gezwungen, auszuruhn.
Faul lieg ich auf dem Kanapee
und schau hinaus in dichten Schnee,
der sich aus dicken Wolken löst,
während der Dichter schnarcht und döst.
Er träumt von großen Taten,
die ungetan noch warten.
Ich glaub, es wird ein faules Jahr,
dabei ist es erst Januar.
Vielleicht wird es gelingen,
im Februar zu singen,
um dann gemütlich aufzustehn
und sich die Sache anzusehn,
die man vielleicht auch täte,
wenn jemand darum bäte.
*

 

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