Innen

Ich steige hinab in die Welt, die sich in meinem
Inneren befindet. Sie ist immer da, auch wenn meine
Augen geöffnet sind und ich mit den Angelegenheiten
der äußeren Welt beschäftigt bin. Aber wenn ich die
Augen schließe und meinen Geist ausrichte auf den
inneren Raum, bin ich sofort mit dieser umfassenderen
Wirklichkeit verbunden. Ich glaube sogar, daß der
äußere Raum aus dem inneren Raum heraus entstanden
ist und daß der innere Raum den äußeren Raum
immerzu erschafft.
Der innere Raum ist vielleicht die Kraft, die die
australischen Ureinwohner Traumzeit genannt haben.
Aber ich weiß nicht genug über ihre Mythen und
Gedanken, um das beurteilen zu können. Was ich
erlebe, ist der innere Raum und nicht das theoretische
Konzept.
Ganz nach Innen zu gehen, erfordert sehr viel Mut,
weil man in dem konzeptlosen Raum schnell die
Orientierung verliert, wenn man sich dort so wie
in der äußeren Welt bewegen will. Carlos Castaneda
beschreibt diese Polarität als Tonal und Nagual.
Die beunruhigende Nachricht ist:
Es gibt keinen Tod!
Der Körper stirbt, aber der Geist mit allen Inhalten
seines Bewusstseinsstroms ist unzerstörbare Energie,
die nur eine andere Form annimmt bzw. vorübergehend
formlos wird.

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Posted in Gedanken.