Galoppierende Gedichte

Zwei Gedichte galoppieren
durch den Wald. Auf allen Vieren
simulieren sie zwei Pferde,
wälzen sich in feuchter Erde,
traben durch das Grün und flüstern
sich in ihre breiten Nüstern:
"Wir sind zwar schon altes Eisen,
doch wir können euch beweisen,
dass wir noch zum Traben taugen,
auch wenn unsre alten Augen
nicht mehr sehen, welchen Rasen
wir, stets hungrig, jetzt begrasen.
Ob im Schritt, im Trab, im Trott.
Wir sind jederzeit noch flott.
Jede Gangart aller Arten
kann man noch von uns erwarten,
denn wir sind durchaus gereift,
auch wenn ihr schon auf uns pfeift.
Mangelt es euch an Erfahrung,
dann hört unsre Offenbarung:
Alt sein führt auf vielen Wegen
einer neuen Welt entgegen."
 

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