Ein stibitzendes Gedicht

Dieses Gedicht 
ist gewitzt im Stibitzen.
Doch trotzdem muss es 
beim Stibitzen oft Schwitzen.
Es hat zwar beim Stehlen 
enormes Geschick.
Doch sitzt ihm beim Stehlen 
die Angst im Genick.
Trotz all seiner Scham
ist es kleptoman, 
vergreift sich an Dingen 
in Hütte und Haus 
und stiehlt alles Schöne 
auf Teufel komm raus. 
Es plündert 
die Handtaschen wildfremder Damen, 
erbeutet Geldbörsen 
von Herrn mit Examen 
und sackt alles ein. 
Es ist so gemein. 
Es schafft jedes Lange 
sowie alles Breite 
durch seine Raubzüge 
gekonnt auf die Seite. 
Sein Haus ist schon voll 
und platzt aus allen Nähten. 
Es ahnt nicht, 
dass längst schon Spione erspähten, 
was es hier seit Jahren 
im Keller gehortet. 
Sie haben die Schätze 
vorsorglich geortet 
und werden bald kommen. 
Dann wird ihm genommen, 
was es in Jahrzehnten 
den Menschen geklaut. 
Man packt sein Schlafittchen 
und steckt es ins Kittchen. 
Dort weint es dann laut. 

 

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