Ein starkes Gedicht

Stellte es sich der Schwerkraft nicht,
dann wäre es schwach, dieses starke Gedicht.
Seine Kräfte entwickeln sich nur durch das Schwere
und nicht durch das Leichte
und Ungefähre.
So ermutigt es uns
einfach durch seinen Mut,
mit dem es behauptet:
„Die Schwere tut gut!“
Es bildet und formt uns
an Körper und Geist,
indem es auf höhere Werte verweist.
So wie eine Pflanze
sich streckt nach dem Licht,
so sucht es sein Ziel,
dieses starke Gedicht.
Wie findet es das in ihm liegende Ziel?
Es findet es staunend im fröhlichen Spiel!
Nur so bleibt sie leicht – die es bildende Schwere
und schwer bleibt das Leichte und das Ungefähre.
Wach pendelnd zwischen schwer und leicht,
hat das Gedicht sein Ziel erreicht.
*
Jean Gebser:“Das Schwere im Leben ist unsere Aufgabe.“
*

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