Ein Gedicht spürt ein Verlangen

Ein Gedicht spürt ein Verlangen.
Es will nicht mehr darum bangen,
dass die Küste seiner Brüste
sich nach seiner sehen müsste.
Wüsste es um sein Verlangen,
müsste es nicht länger bangen.
Hier an dieser Blechlaterne
küsste es mit ihm die Sterne,
würde an der wilden Küste,
wo es seine Brüste küsste,
sich ihm geben voll Verlangen,
bis ihm alle Engel sangen.
Diese Lust muss und Begehren
dem Gedicht das Herz beschweren.
„Meine ganze Ruh‘ ist hin,
nimmt er mich nicht, wie ich bin!“
Rosenstrasse Nummer Zehn!
Hier kann man es weinen seh’n!
Lauscht dem Jammern! Hört sein Kreischen!
Seht es um sein Mitleid heischen!
Nein, die Welt ist grauenvoll,
wenn das Herz vor Liebe schwoll.
Darum schwör‘ ich dem Gedicht:
Mein Herz öffnet niemand nicht!

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