Dieses Gedicht hat sich eingeigelt

Dieses Gedicht hat sich eingeigelt
und standhaft die eigene Mitte versiegelt.
So konnten die Perlen in ihm reifen,
die heute tanzen, singen und pfeifen.
Es ist sein Bestreben,
der Welt zu geben,
was in seiner Muschelschale entstand.
Es legt seine Perlen der Welt in die Hand.
Dort bieten sie trotzig dem Leben die Stirn.
Mit Herz und Hirn
perlen sie in das Sein
und kehren dann heim
in die Formlosigkeit.
Die Ewigkeit
ist weit und groß.
Sie ist der Schoß,
aus dem alles Leben entstand.
Es ist nicht unversehrt geblieben
und musste erkennen,
dass, wen zu lieben,
nicht heißt, auch wiedergeliebt zu werden.
Oft musste es sterben,
um das zu finden,
was hinter Gedanken, Gefühlen und Bildern
zu groß ist,
um es mit Worten zu schildern:
den heiteren, wachen, unsterblichen Geist,
der den Weg in die wirkliche Freiheit verheißt.

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