Den Atem gegen die Scheibe hauchen

Den Atem gegen die Scheibe hauchen.
Den Finger eintauchen
in die flüchtige Fläche.
So zeichne ich Bäche
und breite Zeichen,
die in dem nun weichenden
Atem erbleichen.
So bin ich zwar tüchtig,
aber ebenso flüchtig
wie alles,
was beiläufig
kommt und vergeht.
Nichts bleibt hier für immer,
weil Neues entsteht,
das aber erst in die Welt kommen kann,
wenn das Alte sich auflöst
und Raum gibt.
Nur dann.

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Posted in Gedichte.