Sinnlose Welt

Wenn die Welt ohne Sinn ist, 
will ich nicht mehr leben.
Ist sie wirklich so sinnlos, 
will ich ihr Sinn geben.
Gibt es Gott nicht, dann
will ich ihn endlich erschaffen,
anstatt hoffnungsvoll 
in den Himmel zu gaffen.
Was ich suche, sind Menschen,
die liebevoll handeln,
voll von Licht, statt alleine
im Dunklen zu wandeln.
Eine Welt, in der jeder jedweglichen Geist
respektiert und ihm so eine Ehre erweist,
um am Ende voll Dankbarkeit klar zu erkennen,
dass der Geist ist, 
was wir die Unsterblichkeit nennen.
 

Furchtsame Lurche

Man darf eine Furche nicht fürchten,
auch wenn alle Lurche das dürften.
Die furchtsamen Lurche versuchen,
den Sinn in den Ängsten zu suchen,
und wenn sie den dann einmal finden,
wird er ihre Angst überwinden.

Ein Meisterstück

Ich schriebe so gerne ein Meisterstück
wie in herzzerreißenden Dramen,
berichtete stolz über Menschen im Glück,
die dem großen Unglück entkamen.
Ich schriebe sehr gerne ganz herkernbeseelt
über Leben mit Höhen und Tiefen,
in denen es niemals an Spannung gefehlt
durch die Geister, die lockten und riefen.
Doch ich steh hier nun mit meinen Bildern im Raum.
und all meine Sehnsucht bleibt leider ein Traum
denn es fehlt all den heißen Gefühlen,
weise Worte, die sie wieder kühlen
und sie aufschreibbar machen für's Auge der Welt.
Darum tut es mir leid, wenn es keinem gefällt.

 

Ist die Erde noch zu retten?

Ist die Erde noch zu retten?
Die, die jetzt dagegen wetten,
um davon zu profitieren,
werden sicherlich verlieren,
denn die Erde ist ein Wesen,
das die Lebewesen lesen
und dadurch verändern kann.
Klug hantiert sie dann und wann
ganz gezielt mit Botenstoffen
und darf auf die Wirkung hoffen.
Ihre steuernden Hormone
bleiben sicherlich nicht ohne
den gewollten Knall-Effekt.
Auch wenn man sie nicht entdeckt:
Wer den Erdenleib verletzt
schadet sich nur selbst zuletzt.
*

Ein Gedicht kam mir abhanden

Ein Gedicht kam mir abhanden.
Doch nun ist es auferstanden.
Auferstanden von den Toten,
hob es seine müden Pfoten
und begann, wie einst, zu dichten.
Es berichtet von Geschichten,
die es, nah dem Tod, erfahren,
um sie uns zu offenbaren.
"Einen Tod, den gibt es nicht!"
schreibt uns mutig das Gedicht.
"Zwar löst sich der Körper auf,
doch das nimmt der Geist in Kauf,
der befreit ins Jenseits schwebt,
wo er fröhlich weiterlebt!"