Blut ist dicker als Wasser

Morgens trank ich Wasser aus dem Kran.
Das war herrlich erfrischend.
Ich fühlte mich wach und klar.
Als ich mittags Kartoffeln schälte
und der Geruch der Stärke in meine Nase stieg,
schnitt ich mir in den Finger.
Das Blut tropfte hinab
auf die braunen Schalen der Kartoffeln.
Es bahnte sich seinen Weg
über den Tisch
zwischen den weißen Kartoffeln hindurch
und floß in den Ausguss,
wo es sich mit Wasser vermischte.
Erde zu Erde
und Wasser zu Wasser.
Wenn es zu dünn ist,
dann macht es mich blasser.
Was hat Gott sich dabei gedacht,
als er das Blut so dick gemacht?
Jetzt trinke ich noch einen Schluck
vom klaren, kühlen Wasser.
Gluck.Gluck.Gluck.
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