In Omas Küche






































Der dicke Ofen in Omas Küche.
Holz und Papier 
knistern in seinem Bauch.
Die Kohlen glühen
in flackernden Flammen.
Und meine Wangen glühen auch.
Die Hitze glüht auf meinen Wangen,
auf die die kleinen Flammen sprangen.
Der Ofen stand links in der Ecke.
Das Essen, das ich heut noch schmecke,
gab Oma mir mit eig'ner Hand.
Sie schöpfte Klöße auf den Teller,
mit Soße und mit Apfelmus,
die ich gierig verschlang und schneller,
damit ich sie nicht teilen muss.
Und wie ein Baum mit jedem Jahr
'nen Jahresring hinzugewinnt,
wurde die Taille immer breiter
und ich war bald ein dickes Kind.
So dick wie einst der Ofen war.
Doch das ist her schon viele Jahr.

 

Am Ankerplatz





































Ich habe Anker in den Grund geschlagen,
damit mein kleines Schiff sich nicht bewegt.
Ich wollte mich in Sicherheiten wiegen
und habe meinen Kutter lahmgelegt.
Jetzt bin ich an dem Ankerplatz verrostet.
Ein Preis, den eine Sicherheit wohl kostet.
Ich würde meine Anker gerne lösen
und mich vom Strom des Wassers treiben lassen.
Vertrauensvoll in Wind und Sonne dösen
wird sich wohl nicht so einfach lernen lassen.
Ich würde es trotzdem sehr gern versuchen.
Wenn ich ertrinke,
werdet ihr mich suchen?