Corona-Gedicht

Hat viel Schaden angerichtet,
obwohl Seife es vernichtet.
Dringt durch Nasenlöcher ein.
Mundschutz ohne Nase? Nein!
Wäscheklammer würde geh'n.
Risiko: blöd auszuseh'n!
Ändert das Programm der Zellen,
um dort Viren herzustellen,
denn es will, in allen Ehren,
sich ja bitte bloß vermehren.
Zieht befreit von Haus zu Haus,
breitet sich so weiter aus.
Es ist ja dazu gemacht,
dass es mehr wird, bis es kracht.
Ob das Glück sich für uns wendet?
Gut, dass das Gedicht jetzt endet.

Gedichte, die marschieren

Gedichte, die marschieren,
sind gegen das Flanieren.
Zu ruhen und zu chillen
ist gegen ihren Willen.
Einfach so rumzuhängen
entspricht nicht ihren Zwängen.
Sie hassen es zu schleichen.
Der Arbeit auszuweichen
entspricht nicht ihrem Stil.
Ihnen ist nichts zuviel.
"Nur Rennen, Rasen, Flitzen
lässt uns im Sattel sitzen!
Zu bummeln und zu zotteln,
macht Menschen schnell zu Trotteln!"
rufen sie unermüdlich
und sind niemals gemütlich.
Nur Arbeit ist ihr Leben!
Das soll es wirklich geben!!

Löwenzahn für Mienchen

Löwenzahn für Mienchen,
mein hungriges Kaninchen.
Es wackelt mit den Öhrchen,
denn es mag lieber Möhrchen.
Doch für die feste Speise,
fehlen ihm, ach, die Zähnchen!
Deshalb stecke ich weise
ein möhrengleiches Fähnchen
in meinen Strauß aus Löwenzahn,
worauf es gleich
gehoppelt kam.